Mittwoch, 11. August 2010

Durchs Dickicht

Haben wir schon erwähnt, dass hier Hähne krähen? Heute Abend isst jeder Chicken! Auf jeden Fall standen wir wieder vor 7 Uhr auf, die einen eher, die anderen später ;)

Unser Fahrer wartete bereits sehnsüchtig auf uns und fuhr uns zum Nationalpark. In der Zwischenzeit luden wir noch unseren Guide ein. Irgendwann passierten wir ein Tor und der Weg wurde steiler sowie unwegsamer. Der Minibus verreckte fast ein paar Mal. Letztendlich erreichten wir den Startpunkt. Da uns der Guide vor Mikroorganismen und Tierchen aller Art warnte, sprühten wir uns kräftig mit Nobite ein. Noch schnell ein paar Tipps zu giftigen Pflanzen:

1 Jelly Tree

Der Jelly Tree – wie unsere Brennnessel – die Wirkung hält nur länger an.

Der Weg begann mit einem Aufstieg, der Pfad war recht gut erkennbar. Schon bald bildeten sich die ersten Schweißperlen auf den Gesichtern. Nach 30 min erreichten wir ein kleines Areal mit einem Funkturm. Hier befand sich das Warnzentrum für Erdbeben und Tsunamis. Wir vertilgten die ersten Sachen des etwas kargen Frühstücks-Lunchpaketes.

2 Pause 3 Was gibt's zu essen

Danach begann das Trekking richtig. Einen ersten Ausblick auf unser Ziel hatten wir schon mal:

4 Unser Ziel

Wir bewaffneten uns mit Stöcken und schlugen uns einen Weg durch’s Dickicht. Es ging mal steil bergauf, mal steil bergab und der Weg war nicht immer als Weg erkennbar. Teilweise mussten wir uns den Weg abwärts an Lianen runter hangeln.

   5 Liane Jörg6 Abmarsch Astrid7 Liane Oli

Bevor wir irgendwelche Äste zur Seite schoben, mussten immer folgende Dinge gecheckt werden:
Ist der Ast lebendig?
Hat der Ast Stacheln?

8 Rattan, bevor es zu Stühlen wirdRattan – bevor es zu Möbeln wird
Hält der Ast mein Gewicht?

Trotz der Checkliste hat es Astrid mal wieder erwischt – ein paar Stacheln im Nacken – *autsch*

9 OP

Geeignete Ästelieferanten:

10 Alt wie ein Baum 11 Älter wie ein Baum 12 Noch älter wie ein Baum 13 Wurzeldurcheinander

So konnte man sogar etwas höhere Bäume erklimmen, auch wenn sie nicht unbedingt Bestandteil des Weges waren ;)

14 Eins 15 Zwei 16 Zwischenbilanz 17 Drei 18 Vier 19 Endbilanz
Manchmal half auch das Beiseiteschieben bzw. Schlagen von Ästen nichts, denn ab und zu versperrten uns Bäume oder andere Dschungelgewächse den Weg. Unter denen musste man unten drunter durch. Vor allem Oliver meisterte diese Aufgaben mit Enthusiasmus. Unser Guide erklärte uns übrigens, dass Oli im Balinesischen eine Speise ist und süß schmeckt.

  20 Dreimal falten und es passt doch21 Bei den Mädels geht's schon leichter 

Nach der nächsten Pause durften wir uns alle mal mit einer dschungelüblichen Liane in einen Baum schwingen. Sie hielt sogar zwei Leute auf einmal. Toll!

22 Ich Jane 23 Jane in Action 24 Ich Tarzan 25 Ich Jane II 26 Ich Tarzan II 27 Tandemschwung
Der Weg wurde immer schwieriger. Ab und zu verloren wir sogar mal unseren Guide aus den Augen, welcher uns dann per Tierlaute wieder zurück lotste. Einmal irrten wir sogar abseits des Weges in Richtung giftiger Pflanzen. Aber es ist nix passiert.

Irgendwann erreichten wir einen kleinen Bach – Zeit für Pause! Wir erfrischten uns im Wasser und wären am liebsten ganz rein gesprungen, doch dafür reichte die Tiefe des Wassers nicht ganz.

28 Erfrischung 29 Kopf unter 30 Kopf unter 31 Modisch im Dschungel

Wir machten es uns auf den kleinen Felsenvorsprüngen gemütlich, aßen diverse Sachen, tranken mitgebrachtes Wasser und ruhten uns aus. Herrlich.

32 Nickerchen 33 Nickerchen

Dann liefen wir bachabwärts. Das klingt einfach, ist es aber nicht. Erstens mussten wir den Bach mehrmals überqueren und zweitens häufiger über kleine Steine balancieren. Wirklich nass ist dabei keiner geworden, wenn es auch manchmal knapp war.

 34 Weiter am Fluss

Danach erreichten wir besser begehbare Gebiete, so dass wir das letzte Ende locker auslaufen konnten. Insgesamt waren wir von 8:30 Uhr bis 15:15 Uhr unterwegs und es war durchaus fordernd. Den Fahrer konnten wir leider nicht gleich bezahlen, wir mussten erst einmal Geld wechseln. So langsam neigen sich die Reserven dem Ende entgegen und einen Geldautomaten soll es hier angeblich nicht geben.

Logischerweise erfrischten wir uns danach erst einmal unter der Dusche und im Pool. Danach war Ruhepause angesagt. Nach einem kleinen Stromausfall hier im Hotel, suchten wir uns wieder ein kleines Warung.

35 Warung

Die Bedienung hat sich wahrscheinlich gewundert, dass wir insgesamt 10 Getränke geordert haben. Die waren trotz der jeweils schon 1,5 vertilgten Liter beim Trekking wirklich notwendig :)

Der Abend selber klang bei Anno Domini – dieses Mal hat Astrid gewonnen – und ein paar Lateralen/Blackstories aus. Morgen wechseln wir die Unterkunft. Dann ist Relaxen angesagt. Vielleicht. Aber das hatten wir die letzten drei Tage ja auch vor ;)

4 Kommentare:

  1. Hi,

    die Kommentar-Frequenz ist ja stark abnehmend. Keine Bange - wir lesen mit Freude nur die Arbeit ruft zu häufig (an) ;)
    Basieren die Aussagen zum Jelly Tree auf Selbstversuchen oder auf Hörensagen. Oder wurde praktischerweise ein Fremdversuch gestartet - Astrid testet an Olli oder Olli an Jörg oder so ähnlich?
    Ich frage mich immer noch, wie die Stacheln in den Nacken von Astrid kommen - habe aber leider keine Zeit dieses anspruchsvolle Lateral zu lösen ;)

    Viel Spaß noch die Arbeit ruft schon wieder (an)...

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  2. Achja - wo sind eigentlich die Fotos von den Bikini-Killer Wellen ;) Dann kommen bestimmt auch mehr Kommentare und bestimmt ein paar zusätzliche Leser...

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  3. Bei den Bach-Bildern ist mir nur eingefallen Wet-T-Shirt-Contest :)

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  4. @ fehlende Bikinibilder ... die Mädels haben einfach nicht die Kamera in die Hand genommen. Die Jungs waren grade abgelenkt.
    (Haben beide grade ein Buch gelesen).

    @ Arbeit ... du liest das auf Arbeit? Wenn das dein Chef erfährt ;)

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